Wasser-Härtegrade – Was ist das eigentlich?

Wasser-Härtegrade – Was ist das eigentlich?

by Markus Niederhöfer

Die Begriffe „hartes Wasser“ und „weiches Wasser“ habt Ihr sicher schon einmal gehört. Doch was bedeutet die Wasserhärte eigentlich genau? Und was ist besser für die Kaffeemaschine?

 

„Kalk“ = Calcium- und Magnesiumionen

Wie kann Wasser hart sein? Mit „hart“ ist natürlich nicht der mechanische Widerstand des Wassers gemeint. Stattdessen bezieht sich die Wasserhärte auf die aus dem Boden gelösten Mineralien. „Die im Wasser gelösten Stoffe Calcium und Magnesium, auch als ‚Kalk‘ bezeichnet, bestimmen maßgeblich die Härte des Wassers.“ erklärt Christin Zach aus dem SWD-Wasserlabor.

“Je höher die Konzentration der Calcium- und Magnesiumionen, desto ‚härter‘ das Wasser.“ Die Wasserhärte entsteht also zum Großteil bereits im Boden und hängt von der Beschaffenheit der lokalen Gesteinsschichten ab. Sickert Wasser auf natürlichem Wege durch die Böden, zum Beispiel nach einem Regenschauer, lösen sich je nach Region unterschiedlich viele Mineralien. Trinkwasser, dass aus Grundwasser aufbereitet wird, ist dabei in der Regel härter als solches, dass aus Fluss- oder Seewasser stammt.

 

Wie wird die Wasserhärte gemessen?

Die Härtegrade werden in Deutschland entweder in Grad deutscher Härte (°dH) oder Millimol pro Liter (mmol/l) angegeben. Letzteres ist dabei auch die international gebräuchliche Einheit für die Wasserhärte. Sie gibt den Calciumkarbonat-Gehalt pro Liter Wasser an. Laut Wasch- und Reinigungsmittelgesetz wird die Wasserhärte in drei Stufen unterteilt:

Weiches Wasser: weniger als 1,5 mmol Kalziumcarbonat je Liter
Mittelweiches Wasser: 1,5 bis 2,5 mmol Kalziumcarbonat je Liter
Hartes Wasser: mehr als 2,5 mmol Kalziumcarbonat je Liter

 

Beeinflusst die Wasserhärte die Trinkwasserqualität?

„Grundsätzlich haben wir in Düren eine hervorragende Wasserqualität“, weiß Christin Zach.
„Die Härtegrade spielen dabei keine Rolle.“
Wohl aber kann die Wasserhärte den Geschmack sowie die Beschaffenheit des Wassers beeinflussen. Geschmacklich weiter vorne ist eher hartes Wasser, aufgrund seines hohen Mineralstoffgehalts. Weiches Wasser ist mineralstoffärmer, gesundheitlich jedoch ebenfalls völlig unbedenklich, da wir die meisten Spurenelemente ohnehin über feste Nahrung zu uns nehmen.

 

Hartes Wasser führt zu mehr Kalkablagerungen

Je mehr Calcium und Magnesium im Wasser enthalten ist, desto schneller können sich diese als Kalkablagerungen wieder absetzen: Kleine weiße Flecken, zum Beispiel am Wasserkocher oder am Wasserhahn. Das kann zwar nervig sein, ist aber gesundheitlich kein Problem. Mit ein wenig Essig oder Zitronensäure lassen sich die Flecken schnell und einfach entfernen. Anders sieht es bei manchen Haushaltsgeräten aus. „Elektrogeräte wie Kaffee-, Spül- und Waschmaschine müssen jeweils auf den richtigen Härtegrad eingestellt werden. Wichtig ist zudem, die Entkalkungsrhythmen einzuhalten.“, erklärt Christin Zach. Andernfalls könne die Leistung der Geräte nachlassen. „Auch die Dosierung von Waschmittel ist abhängig von der Wasserhärte.“

 

Dat Wasser von Düren es jot

Die aktuellen Härtegrade in den einzelnen Dürener Stadtteilen könnt ihr hier nachlesen – sie alle schwanken zwischen weich und mittel!

Ihr könnte Euch sicher sein: Kein anderes Lebensmittel in Deutschland wird so streng kontrolliert wie unser Trinkwasser. Wasser aus der Leitung ist, egal ob hart oder weich, direkt trinkbar und qualitativ sehr hochwertig. Zudem schont das Trinken von Leitungswasser den Geldbeutel und erspart Euch lästiges Kistenschleppen. Und: Die Umwelt freut sich, da kein Verpackungsmüll anfällt!

 

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