Umdenken – Ökologischer Fußabdruck

Umdenken – Ökologischer Fußabdruck

by Grit Piepers

Jeder hat diesen Ausdruck schon mal gehört, aber was steckt eigentlich genau dahinter?

Was ist ein ökologischer Fußabdruck?  

Der ökologische Fußabdruck (Ecological Footprint) wurde Mitte der 1990er Jahre entwickelt und hat sich als ein Indikator für Nachhaltigkeit durchgesetzt. Er gibt an, wie stark das Ökosystem und die natürlichen Ressourcen der Erde durch jeden einzelnen von uns beansprucht werden. Er ermöglicht dadurch einen Vergleich der Auswirkungen unseres momentanen Konsums mit den zu Verfügung stehenden Ressourcen der Erde. Bei unserem momentanen Konsumverhalten benötigen wir 1.75 Erden, um das Defizit auszugleichen.

Den Tag im Jahr, an dem der weltweite Ressourcenverbrauch nicht mehr länger von der Erde kompensiert werden kann, nennt man „Earth Overshoot Day“. 2019 war diesen Tag bereits am 29. Juli, das früheste Datum in der Geschichte der Menschheit. Das bedeutet, dass alle sich konkurrierende Nachfragen nach ökologisch produktiven Flächen, wie die Produktion von Nahrung, Holz, und Fasern, die Absorption von CO2 der Fossilenergie, oder das Beherbergen von Städten und Straßen, das Angebot an solchen Flächen um 75% übersteigen. Also ist der menschliche ökologische Fußabdruck 75% größer als die Biokapazität der Erde.

 

 

Quelle: Global Footprint Network National Footprint Accounts 2019

 

 

Quelle: Global Footprint Network National Footprint Accounts 2019

 

Was können wir tun, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern?

Ökostrom nutzen

Ein erster, einfacher Schritt mit großer Wirkung ist der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. Ein Drei- bis Vier-Personen-Haushalt, der zu Ökostrom wechselt, kann bis zu 1,9 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Die SWD bieten ausschließlich Ökostrom Produkte an.

Weniger Fleisch essen und saisonal einkaufen

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche rund 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Um die gesetzten Klima Ziele zu erreichen, müsste diese Zahl halbiert werden. Saisonal einkaufen ist ein weiterer Tipp. Alles, was aus der Region stammt und gerade Saison hat, ist besonders empfehlenswert. Vor allem Bioprodukte haben oft eine bessere Klimabilanz. Beachten sollte man allerdings immer die Transportwege. Früchte, die mit dem Flugzeug zu uns transportiert werden, bringen einen größeren ökologischen Fußabdruck mit sich, als solche, die mit dem Schiff kommen.

Heizung runterdrehen

Eine einfache Maßnahme, die jeder leicht zuhause umsetzen kann. Selbst ein Grad weniger schafft einen deutlichen Unterschied in der Energiebilanz und schont dazu noch das Portmonee. Wenn ein Vier-Personen-Haushalt die Temperatur um ein Grad senkt, werden bis zu 350 Kilogramm CO2 jährlich eingespart. Fast die gleiche Ersparnis bringt es, die Temperatur nachts auf 16 Grad abzusenken.

Muss denn immer alles neu sein?

Egal, ob es um Kleidung, Möbel oder Elektrogeräte geht: Bevor man ein neues Produkt kauft, sollte man sich fragen, ob das wirklich nötig ist. Lässt sich das alte Modell noch reparieren? Braucht man wirklich das aktuellste Smartphone? Kann man eine Bohrmaschine oder einen Häcksler leihen? Oder gebraucht kaufen? Wenn kein Weg an einem Neukauf vorbeiführt, helfen die folgenden Fragen für eine nachhaltige Entscheidung: Wurde das Produkt ökologisch hergestellt? Ist es fair produziert? Hat es eine weite Reise hinter sich?

Weniger Fliegen

Einer der größten Klimakiller sind Flugreisen. Wer zum Beispiel einmal im Jahr von Berlin nach New York und zurück fliegt, belastet die Umwelt mit mehr CO2 als jemand, der mit einem Mittelklassewagen 12.000 Kilometer zurücklegt. Bei Inlandsreisen kann man auch einfach auf Bus oder Bahn umsteigen.

 

Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?

Du willst wissen wie groß dein ökologischer Fußabdruck ist? Mache jetzt den Test!

 

Quellen:
www.nationalgeographic.de
www.overshootday.org
www.fussabdruck.de

Grit Piepers

Online Marketing Managerin

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