Gestochen, nicht gepflückt – die Spargelsaison hat begonnen

Gestochen, nicht gepflückt – die Spargelsaison hat begonnen

by Markus Niederhöfer

Es ist eines, wenn nicht sogar das beliebteste Frühlingsgemüse der Deutschen: Spargel! Leider sind die königlichen Stangen nur ein kurzweiliges Vergnügen, denn ihre Saison umfasst gerade einmal einige Wochen im Jahr. Seit Anfang April hält der Spargel auch bei uns in der Region wieder Einzug in die heimischen Küchen. Lest hier, wie die Delikatesse ihren Weg zu uns auf den Teller findet und worauf beim Kauf zu achten ist. Weiter unten findet ihr ein leckeres Spargelrezept mit Bärlauchnudeln!

Gesunde Stangen auf dem Vormarsch

Mit 133.000 Tonnen Spargel konnte Deutschland im letzten Jahr als größter europäischer Erzeuger eine Rekordernte verbuchen. Auch 2019 sind die Saisonaussichten aufgrund der warmen Temperaturen wieder bestens. In Düren und Umgebung gibt es Spargel aktuell frisch zu kaufen; etwa auf dem Wochenmarkt, dem Spargelhof Lövenich in Gürzenich oder in der Lenderdorfer „Vitaminkiste“. Auch lokale Restaurants bieten derzeit leckere Spargelgerichte an.

Der alljährliche Spargelhype kommt dabei nicht von ungefähr:
bereits die alten Griechen sowie die Römer wussten das wohlschmeckende und gesunde Stangengemüse zu schätzen. Als edle Delikatesse, die zunächst dem Adel vorbehalten war, ist es in Europa seit dem 16. Jahrhundert verbreitet. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht bringt Spargel nur Gutes mit sich: da er aus über 90% aus Wasser besteht, ist er sehr figurfreundlich – 100 Gramm des Gemüses bringen weniger als 20 Kilokalorien auf die Waage. Zudem enthält Spargel viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die förderlich für die Verdauung sind und den Stoffwechsel unterstützen.

Vom Feld auf den Teller

Spargelfeld mit aufgeschütteten Dämmen

Spargelfeld mit aufgeschütteten Dämmen

Am besten wächst Spargel in sandigem, lockerem Boden. Weißer Spargel verbringt den Reifeprozess im Gegensatz zu seinem grünen Mitstreiter unterirdisch. Durch das Aufschütten des Nährbodens zu langen Dämmen, wächst er unter der Erde und somit im Dunkeln heran, bis er seinen Kopf ins Freie streckt.

Wenn es soweit ist, wird der reife Spargel schließlich früh am Morgen sowie abends von Fachleuten „gestochen“. Mit einer besonderen Technik werden die empfindlichen Stangen sanft aus dem Boden abgestochen, ohne die Wurzel der empfindlichen Pflanze zu beschädigen. Diese speichert nämlich wichtige Vorratsstoffe, die für die Bildung neuer Spargelstangen vonnöten sind.

Kauf, Lagerung und Zubereitung

Mal als Beilage, mal aus Hauptgericht, im Salat oder auch zu einer cremigen Suppe verarbeitet – es gibt vielfältige Möglichkeiten, Spargel zuzubereiten. Ganz klassisch wird Spargel mit etwas Salz gekocht und anschließend mit Butter oder Sauce Hollandaise und Kartoffeln serviert.

Tipp: Bitter schmeckt Spargel nur dann, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Spargelenden großzügig (ca. 2cm) abzuschneiden und etwas Zucker zum Kochwasser hinzuzufügen. Das entzieht einen Teil der Bitterstoffe.

Augen und Ohren auf – so erkennt Ihr frischen Spargel:

  • das „Quietschen“; zwei frische Stangen machen ein quietschendes Geräusch, wenn man sie aneinander reibt
  •  das Aussehen: glänzende Schale, geschlossene Köpfe, keine braunen Stellen
  • die Stabilität: frischer Spargel ist wenig biegsam
  • der Geruch: frisch hat Spargel nur wenig Eigengeruch, dieser entwickelt sich erst nach längerem Liegen

So ganz frisch schmeckt Spargel natürlich am besten. Eingewickelt in ein feuchtes Küchentuch, hält er sich auch zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Für eine längere Haltbarkeit kann man ihn auch einfrieren. Hierzu den Spargel waschen, schälen und portionsweise in Gefrierbeuteln roh einfrieren. Auf diese Weise bleiben die Stangen ein weiteres halbes Jahr frisch und knackig.

Rezept: Gebratener Spargel mit Bärlauchnudeln

für 4 Personen – Zubereitungszeit: 30-60 min – Kalorien: 410 kcal

Zutaten
1 kg weißer Spargel
1 1/2 EL geschmacksneutrales Öl
1 1/2 EL Butter
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1/2 EL Zitronensaft
1 großes Bund Bärlauch
300 g Bandnudeln
Salz
1 EL Butter
2 EL Crème fraîche

Zubereitung: 

  • Den Spargel waschen und mit einem Sparschäler oder einem kleinen scharfen Messer von oben nach unten schälen. Dabei knapp unterhalb vom Spargelkopf ansetzen. Die Enden abschneiden und die Stangen in 3-4 cm lange Stücke schneiden.
  • Die welken Blätter des Bärlauch aussortieren. Bärlauch waschen und gut trockenschleudern, anschließend fein hacken. Nudeln in kochendes Salzwasser geben und offen al dente kochen. 
  • Gleichzeitig das Öl im Wok erhitzen. Den Spargel hinzugeben und ungefähr 3 Minuten braten. Danach die Butter dazugeben und den Spargel etwa weitere 3 Minuten unter ständigem Rühren braten, bis er bissfest ist. Spargel mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Für die Nudeln die Butter in einer Pfanne zerlassen, den Bärlauch einrühren und zusammenfallen lassen. Crème fraîche hinzugeben, erhitzen und salzen. Nudeln abgießen und mit der Sauce mischen.
Quelle: https://www.kuechengoetter.de/rezepte/gebratener-spargel-mit-baerlauchnudeln-3038

Markus Niederhöfer

Auszubildender E-Commerce

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