So klappt’s im Home Office

So klappt’s im Home Office

by Grit Piepers

Immer mehr Firmen ermöglichen ihren Mitarbeitern, von  zu Hause aus zu arbeiten. Wie Sie den Büroalltag in den eigenen vier Wänden produktiv gestalten.

1. Schaffen Sie sich einen Arbeitsraum

Sie haben es sich mit Laptop im Bett gemütlich gemacht? Oder wollen auf der Wohnzimmercouch arbeiten? Heben Sie sich Bett und Couch lieber für den Feierabend auf. In einem Bereich, in dem Sie nichts ablenkt, arbeitet es sich viel konzentrierter. Richten Sie sich deshalb einen klar definierten Arbeitsraum ein: Falls kein separates Arbeitszimmer vorhanden ist, eignet sich auch ein abgegrenzter Bereich. Das hilft, Arbeit und Privatleben klar zu trennen.

2. Bitten Sie sich Privatheit aus

Was aber, wenn Ihre kleinen Kinder um Sie herumwuseln? Da Kindergärten und Schulen derzeit geschlossen sind, müssen viele Eltern Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Um trotzdem den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, ist Flexibilität gefragt. Bei kleinen Kindern hilft es, die Arbeitszeiten zu splitten – zum Beispiel, frühmorgens und spät abends einige Stunden zu arbeiten. Sind beide Eltern zu Hause, können sie die Kinderbetreuung aufteilen. Falls Ihre Schützlinge schon etwas älter sind: Geben Sie Ihnen eine Aufgabe und fordern Sie von den Kindern ein, Ihren Arbeitsraum als solchen zu respektieren. Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihrem Partner klare Absprachen zu treffen und Ihren Kindern die ungewohnte Situation zu erklären. Unabhängig davon, welche Regelung Sie als Eltern oder als alleinerziehendes Elternteil treffen: Sprechen Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten ab.

3. Tun Sie so, als gingen Sie ins Büro

Im Schlafanzug arbeiten? Mag für einen Lacher in der Videokonferenz sorgen, ist aber nicht der ideale Start in einen produktiven Arbeitstag. Damit Ihr Gehirn auf „Arbeitsmodus“ umstellt, setzen Sie sich besser nicht im Schlabberlook vor den Bildschirm. Ziehen Sie sich an, als gingen Sie ins Büro. Halten Sie außerdem an den gewohnten Arbeitszeiten fest: Starten Sie morgens konzentriert mit der Arbeit und machen Sie pünktlich Feierabend. Ihr Körper und Geist braucht nach der Arbeit Erholung, um am nächsten Tag wieder mit voller Kraft durchzustarten. Machen Sie zwischendurch Pausen an einem anderen Ort, um den Kopf freizubekommen – so, wie Sie das auch im Büro tun würden.

4. Strukturieren  Sie Ihren Tag

Verlässliche Abläufe stärken die Motivation. Zum Beispiel: E-Mails immer direkt nach dem Frühstück checken und  beantworten. Oder Rückrufe an Kunden jeweils ab 9 Uhr erledigen. Das hilft Ihnen, den Alltag besser zu organisieren und signalisiert Ihren Geschäftspartnern Zuverlässigkeit.

5. Halten Sie Kontakt zu Kunden und Kollegen

Auch wenn die Arbeitskollegen nicht vor Ort präsent sind – wer zu Hause arbeitet, sollte verlässliche Strategien entwickeln, um regelmäßig Kontakt zu halten. Ob Telefonat, E-Mail oder Videokonferenz – das kommt auf die Möglichkeiten und persönlichen Vorlieben an: Hauptsache, Sie tauschen sich aus. Soziale Kontakte sind ein menschliches Grundbedürfnis. Gerade jetzt sind persönliche Treffen aber extrem eingeschränkt oder gar nicht möglich, weshalb Telefonate und „Treffen am PC“ wichtiger denn je sind. Das gilt nicht nur für die Arbeitskollegen, sondern auch für Ihre Kunden: Bleiben Sie präsent und pflegen Sie unbedingt weiterhin Ihre Kontakte.

6. Haken Sie Dinge ab

Der Anruf eines Freundes, das Piepen der Waschmaschine: Zu Hause lässt man sich leichter ablenken als im Büro. Dagegen helfen Aufgabenlisten. Setzen Sie Prioritäten. Erledigen Sie Aufgaben anhand dieser Listen und haken Sie die einzelnen Punkte ab. So können Sie am Ende eines Arbeitstages prüfen, was Sie geschafft haben und für den nächsten Tag planen. Sie werden sehen: Aufgaben abzuhaken, ist ein gutes Gefühl. Denn damit sind sie meist auch im Kopf erledigt und Sie können sich der nächsten Herausforderung widmen.

7. Fordern Sie die nötigen Arbeitsmittel ein

Wer seine Angestellten ins Homeoffice schickt, muss die nötigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen oder die Kosten – etwa für Telefon- oder Handygebühren – tragen. Ob dazu auch die Anschaffungskosten für einen „Noise-Cancelling-Kopfhörer“ gehören, der hilft, den Lärm aus der Nachbarwohnung zu minimieren, kommt wahrscheinlich auf Ihr Verhandlungsgeschick an. Was auch immer Sie für gutes Arbeiten benötigen: Machen Sie sich klar, dass Sie mit Ihren Forderungen nicht nur sich, sondern auch Ihrem Arbeitgeber helfen. Er profitiert davon, wenn Sie vernünftig arbeiten können. Und falls trotzdem mal etwas nicht vorhanden ist, im Homeoffice zum Beispiel kein Kopierer steht? Dann überlegen Sie sich am besten eine Alternative: Wenn der heimische Drucker eine Scan-Funktion hat, lassen sich Dokumente immerhin digital vervielfältigen.

 

 

 

Grit Piepers

Online Marketing Managerin

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