Regrowing

Regrowing

by Grit Irmscher

Gemüseabfälle müssen nicht zwingend in die Biotonne wandern. In wenigen Schritten lassen sich aus Salat-, Kartoffel- oder Zwiebelresten neue Pflanzen ziehen. Regrowing heißt  dieser nachhaltige Trend, der Umwelt und Geldbeutel schont.

Regrowing bedeutet „nachwachsen lassen“, also aus etwas Bestehendem, wie einem Salatstrunk, eine neue Pflanze zu züchten. Auch Hobbygärtner, die in Sachen Gemüseanbau noch grün hinter den Ohren sind, erleben beim Regrowing schnelle Erfolge. Alles, was sie brauchen, sind Wasser, ein heller Platz auf dem Fensterbrett und gegebenenfalls ein Topf mit Erde.

Quelle: Pixabay

Lauch eignet sich perfekt für den Einstieg. Einfach den Strunk etwas großzügiger abschneiden und ihn in ein mit wenig Wasser gefülltes Glas auf die Fensterbank stellen. Das Wasser regelmäßig wechseln, damit die Wurzel nicht fault. Bereits nach wenigen Tagen sprießen neue Triebe. Dann ist es an der Zeit, den Strunk in einen Topf mit Pflanzenerde zu setzen. Wer das junge Gemüse ausreichend gießt, kann ihm förmlich beim Wachsen zuschauen.

Ähnlich unkompliziert läuft es mit Zwiebeln, Sellerie und Salat. Wer Frühlingszwiebeln großzieht, benötigt noch nicht mal Erde. Es reicht, die Wurzelenden im Wasser stehen zu lassen, dieses alle drei Tage zu wechseln und die Pflanze in die Sonne zu stellen. Sie bildet laufend neue Triebe, die sich direkt fürs Zubereiten einer Mahlzeit verwenden lassen. Auf diese Weise ernten Gärtner aus einer Kultur über lange Zeit neue Frühlingszwiebeln. Auch Eisberg- und Kopfsalatblätter wachsen an einem warmen, sonnigen Ort im kühlen Nass prima nach und sollten einige Tage mit Wasser besprüht werden. Bald keimen und wurzeln die Blätter und die Salatreste lassen sich einpflanzen.

Ran an die Kartoffeln

Auch Kartoffeln lassen sich hervorragend nach dem Regrowing-Prinzip züchten: Man nehme eine alte Kartoffel mit vielen „Augen“ – hieraus entwickeln sich die Keimlinge –, schneide sie in Stücke mit jeweils mindestens zwei „Augen“, lasse sie zwei Tage an einem luftigen Ort trocknen und setze sie dann ins Beet oder in einen großen Topf mit feuchter Erde. Für besonders viele Nährstoffe am besten noch etwas Kompost beimengen.

Quelle: Pixabay

 

 

 

Grit Irmscher

Online Marketing Managerin

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