Regionale Küche bei SWD

Regionale Küche bei SWD

by Grit Piepers

Ohne gutes Essen läuft nichts. Und: Gesund und lecker sollte es sein. So wie das Klimahelden-Menü in der SWD-Kantine. Unser Koch war dafür auf dem Dürener Wochenmarkt unterwegs. 

Es ist noch dunkel, als Eugen Proschenko den Dürener Wochenmarkt erreicht. Die Händler haben gerade die ersten Stände geöffnet. Ansonsten ist der Marktplatz fast menschenleer. Unser Kantinenkoch ist früh unterwegs, um die Zutaten für das heutige Klimahelden-Menü zusammenzustellen. Aber was macht so eine Mahlzeit wirklich heldenhaft? Für den
Küchenprofi ist die Sache klar: Durch die Art unserer Ernährung können wir viel für unsere Gesundheit, aber auch für die Umwelt und das Klima tun.

Besuch auf dem Wochenmarkt

Viel frisches Obst und Gemüse sind gesund – logisch. Auch Fleisch ist hin und wieder okay. Aber viele Lebensmittel haben eine schlechte Umweltbilanz, sind also nicht gut fürs Klima. Exotische Früchte haben zum Beispiel eine lange Reise mit dem Flugzeug hinter sich. Das verursacht eine Menge Treibhausgas-Emissionen. Und für die Fleischproduktion werden

weltweit Wälder gerodet, um Futtermittel anzubauen. Deswegen muss man jedoch nicht komplett auf diese Lebensmittel verzichten. Schon ein bewusster Umgang und kleine
Veränderungen sind ein erster richtiger Schritt. „Der Wochenmarkt ist eine gute Ergänzung zum Supermarkt“, rät Eugen Proschenko. „Hier findet man viele frische Lebensmittel und vor allem Produkte der Saison.“ Spätsommer und Herbst sind Erntemonate. Die Kisten der Obst- und Gemüsehändler sind randvoll mit heimischen Kartoffeln, Kürbissen, Äpfeln und anderen Leckereien. „Die schmecken jetzt besonders gut“, weiß der Koch und greift gleich zu.

Frisch aus der Region

Aufgrund des großen Angebots sind Lebensmittel, die gerade Saison haben, oft besonders günstig. Ein weiterer Vorteil: Sie kommen aus der Region – haben also keine langen Transportwege hinter sich. Damit schlagen regionale Lebensmittel in ihrer Ökobilanz sogar Produkte aus dem Bioladen. Mit dem Kauf unterstützt man zudem die Händler vor Ort. Menschen, die ihre Gewinne wieder in der Region investieren, weil sie hier leben, hier ihre Landwirtschaft, ihren Handel betreiben und dadurch Arbeitsplätze schaffen. „Auch, wenn nicht
alles selbst geerntet ist – die Händler auf dem Wochenmarkt wissen genau, woher ihre Ware stammt und welche Qualität sie hat. Das schätze ich sehr – nicht nur beruflich“, so Eugen Proschenko. „Außerdem geben sie gerne Tipps zu Verarbeitung und Zubereitung.“ Aber heute hat der Koch keine Zeit für lange Gespräche. Er packt die Einkäufe vorsichtig in die mitgebrachten Taschen. Noch ein Plus für die Umwelt: Auf dem Wochenmarkt findet man keine eingeschweißten Gurken, Salat in Folie oder Tomaten in Plastikkörbchen und keine riesigen Mogelpackungen, in denen kaum Inhalt steckt. Es fällt also viel weniger Verpackungsmüll an. Das Gekaufte kann ganz umweltfreundlich in den eigenen Stoffbeuteln und Körben transportiert werden.

Vom Feld auf den Teller

Zurück in der SWD-Kantine fängt für Eugen Proschenko die Arbeit erst richtig an: vorbereiten, putzen, schnibbeln, würzen, wickeln, braten, kochen … Und dann muss alles rechtzeitig fertig sein. Ab 12 Uhr trudeln die ersten SWD-Mitarbeiter ein. Und einer ist ganz besonders gespannt: Unser Klimaheld will wissen, was Eugen Proschenko Leckeres für sein Klimahelden-Menü mitgebracht hat. Einmal im Monat gibt es dieses extra frische, regionale Gericht mit Produkten vom Dürener Wochenmarkt in der Kantine. Heute steht Hähnchenbrust im Speckmantel mit buntem Grillgemüse auf der Karte. „Lecker!“, strahlt er und langt gleich nochmal zu. Abgesehen von den genannten Vorteilen, die ein Besuch auf dem Wochenmarkt bietet, ist es unheimlich inspirierend, mit allen Sinnen über den Markt zu schlendern. Gerüche und Farben regen die Phantasie an, machen Appetit und am Ende landet ein ausgewogenes und klimafreundliches Gericht auf dem Teller – wirklich heldenhaft!

Dürener Wochenmarkt

Der Dürener Wochenmarkt findet immer dienstags, donnerstags und samstags auf dem Marktplatz in der Innenstadt statt. Geöffnet hat der Wochenmarkt normalerweise vom 1. April bis zum 30. September von 7:00 Uhr bis 13:30 Uhr und vom 1. Oktober bis 31. März von 8:00 Uhr bis 13:30 Uhr. Fällt der Wochenmarkt auf einen Feiertag, wird er einen Tag vorverlegt.
Zurzeit nehmen bis zu 40 regelmäßige und bis zu 20 unregelmäßige Marktbeschicker am Wochenmarkt teil. Eine genaue Auflistung gibt es beimFörderverein Dürener Wochenmarkt
e.V.: www.duerenerwochenmarkt.de

Eine leckere Rezeptidee

Hähnchenbrust im Speckmantel mit buntem Grillgemüse

Zutaten für 4 Personen
4 Hähnchenbrüste, 200 g Speck in Scheiben, 100 g Zucchini, 100 g Sellerie, 100 g Champignons, 3 Paprika in verschiedenen Farben, 100 g Zuckerschoten, 50 g Rote Zwiebeln, 250 g Kartoffeln, 250 g Süßkartoffeln, 250 g Pastinaken, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz, Petersilie.

Zubereitung
Die Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit Speck umwickeln und in der Pfanne scharf anbraten. Erstmal beiseite stellen. Kartoffeln, Süßkartoffeln und Pastinaken schälen, waschen und in gleich große Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikagewürz vermengen. Alles auf ein Blech geben und im Ofen bei 180 Grad 25-30 Minuten garen. Für die letzten 10 bis 15 Minuten die Hähnchenbrüste mit in den Ofen geben und zu Ende garen. In der Zwischenzeit für das Grillgemüse Zucchini, Sellerie, Champignons, Paprika, Zuckerschoten und Zwiebeln waschen, putzen und in etwa gleich große Stücke schneiden. Alles in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles schön auf einem Teller anrichten und fertig ist ein gesundes Klimahelden-Essen.

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