Bienenschule ist eröffnet

Bienenschule ist eröffnet

by Grit Piepers

Bienen erzeugen köstlichen Honig. Das ist aber lange nicht alles, was die fleißigen Tierchen leisten. Ohne sie gäbe es keine Äpfel, Erdbeeren, Tomaten … In Obermaubach haben wir ihnen ein neues Zuhause eingerichtet.

Das Wasserwerk in Obermaubach ist der Knotenpunkt zwischen Wehebachtalsperre und Düren. Außer dem SWD-Wasserlabatorium findet man hier vor allem Ruhe und ganz viel Natur. Und wenn man genau hinhört, erfüllt emsiges Summen die Luft. Seit April bewohnen zehn Bienenvölker die Wiesen rund um das Wasserwerk. Und Ruhe – kennen die nicht! Bis zu 10-
mal am Tag fliegen die Arbeiterbienen im Sommer los und besuchen dabei jeweils 250 bis 300 Blüten. Für 500 Gramm Honig schuften 175 Arbeiterinnen ihr ganzes Leben lang, das heißt: etwa 35 Tage. Dabei fliegen sie zusammengerechnet rund 120.000 Kilometer weit; das ist so weit wie 3-mal um die Erde.

Mehr als ein Honiglieferant

Imker Mark Schmutzler

Viel wichtiger als der Honig ist jedoch die Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem. Sie bestäuben rund 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen – und sorgen damit nicht nur für Vielfalt in der Natur, sondern auch auf unseren Tellern. Umso dramatischer die Tatsache, dass sich die Zahl der Bienen in den letzten Jahren stark verringert hat. Laut Naturschutzbund Deutschland gibt es in Europa etwa zehn Prozent weniger Bienen als noch vor einigen Jahren. Die Gründe sind vielfältig: Von der Wissenschaft werden immer wieder Faktoren genannt, die zum Bienensterben beitragen – wie Krankheitserreger, Pestizide und Monokulturen durch die industrielle Landwirtschaft, weniger Grünflächen, Luftverschmutzung und der Klimawandel. Höchste Zeit also, zu handeln!

Bienenschule eröffnet!

Für die SWD sind die Bienen in Obermaubach an erster Stelle eine Herzensangelegenheit. Das neue Zuhause soll einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bienenvölker leisten – aber auch
der Information dienen. So wird in Zukunft eine Lehrimkerei entstehen, die Dürener Schulen und anderen Besuchergruppen einen Einblick in das Leben der Bienen ermöglicht und auf die Bedeutung der emsigen Tierchen aufmerksam macht. Dazu wurde bereits ein Satz Schutzkleidung angeschafft. Betreut wird das Projekt von einem erfahrenen Dürener Imker.

Bienen schützen

Man muss nicht gleich zum Imker werden, um die Bienen zu unterstützen. Selbst ohne großen Garten lässt sich einiges tun.

Hier ein paar Tipps:

  • Bio-Obst und -Gemüse kaufen, regional und saisonal – in der Öko-Landwirtschaft wird insektenfreundlichen Pflanzen Vorrang gegeben und auf Pestizide verzichtet.
  • Blütenreiche, heimische Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten anpflanzen, die besonders zeitig oder spät blühen – so ist das Blumenbuffet lang gedeckt.
  • Ein Insektenhotel bauen ist einfach und bietet vielen kleinen Nützlingen Unterschlupf – Anleitungen gibt es im Internet.
  • Im Sommer haben es Insekten schwer, Wasser zu finden. Eine gefüllte Tonschale mit Stöckchen und Moos als Landeplätze, schattig und windstill aufgestellt, ist eine große Hilfe.

Grit Piepers

Online Marketing Managerin

2 Comments

  1. Das ist ja eine ganz hervorragende Sache!
    Vielleicht lassen sich ja noch mehr solcher lehrreichen Naturprojekte für Groß und Klein verwirklichen.

    • Hallo Herr Metzger,
      es gibt sicherlich noch viele spannende Ideen und Projekte. Wir bleiben dran!
      Viele Grüße
      Grit Piepers
      Online Marketing Managerin

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