Haste mal ‘n Akku? E-Mobilität in Düren

Haste mal ‘n Akku? E-Mobilität in Düren

by Sevda Taskiran

Fossile Verbrennungsmotoren haben geprägt wie wir leben und arbeiten – und leider auch, was wir atmen. Die Stadt Düren kämpft seit Jahren gegen eine überdurchschnittlich hohe Stickstoffbelastung.
Das dadurch drohende Dieselfahrverbot bereitet vielen Sorgen. Wird der Wirtschaftsmotor unserer Stadt lahmgelegt? Nicht, wenn wir rechtzeitig umdenken. E-Mobilität ist nicht nur positiv für die Lebensqualität, sondern bringt Düren auch wirtschaftlich nach vorne. Denn durch die Energie- und Verkehrswende wandelt sich auch der Markt. Für Dürens Unternehmer ist das eine Chance, als Vorreiter die Infrastruktur für ein intelligentes Netz mit zu schaffen.

Umdenken: Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb

Billiges Öl, eine hohe Reichweite und ein bequemer Anlasser haben Verbrennungsmotoren beliebt gemacht. Und die Elektrofahrzeuge verdrängt, die schon in den 1890er Jahren auf den Straßen unterwegs waren. Erst hundert Jahre später, wachgerüttelt durch die Ölkrise der 90er, kam die ins Stocken geratene Forschung zum Elektroantrieb wieder ins Rollen. Mittlerweile ist klar: Die Zukunft gehört der E-Mobilität. Auch bei den großen Fahrzeugherstellern ist die Zeit der faulen Hybrid-Kompromisse für den früheren Nischenmarkt vorbei, sie gehen mit reinen Elektrofahrzeugen in die Vollen. Die Herausforderung: Wir haben uns an den Verbrennungsmotor gewöhnt und vieles darauf eingestellt. Damit sich etwas ändert müssen wir umdenken – und viele Prozesse umkrempeln. Auch in Düren. Denn die Umgehungsstraße ist ein wichtiger Schritt zu mehr Lebensqualität, doch das eigentliche Problem – die Kosten für Umwelt und Geldbeutel – wird dadurch nur umgelenkt.

Bedenken: Ist Elektro-Mobilität wirklich besser fürs Klima?

Die einfache Antwort lautet Ja. Obwohl es besonders bei den Batterien noch viel Potenzial zur Optimierung gibt, ist der Elektroantrieb dem Brennstoffmotor klimatechnisch eindeutig überlegen: Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg hat in einer aktuellen Studie umfassende Klimadaten analysiert – von der Batterie über die Schadstoffemissionen bis hin zur Fahrzeugentsorgung. Das Ergebnis der Klimabilanz: Schon bei einer Lebensfahrleistung von 150.000 km hat ein Elektroauto einem Benziner gegenüber einen Klimavorteil von 24%. Bei der Nutzung von reinem Solarstrom hat das Elektroauto sogar einen Klimavorteil von bis zu 50%!

Vorausdenken: Sind wir schon so weit?

International gesehen hinkt Deutschland bei der Einführung der Elektromobilität hinterher. Die Neuanschaffung ist für Privatpersonen teuer, und die Infrastruktur noch ausbaufähig. Gerade Unternehmer und Gewerbe sind hier gefragt. Denn für sie lohnt sich der Umstieg auf E-Mobility auch finanziell – und sie können als Vorreiter helfen, die Infrastruktur zu schaffen. Das gilt nicht nur für Unternehmen mit eigener Fahrzeug-Flotte! In den USA bieten zum Beispiel Restaurants und Hotels ihren Gästen als Service kostenlose Ladestationen für E-Autos an.
Die Stadtwerke Düren haben ihren PKW-Flottenbetrieb schon zu 50% auf Elektroantrieb umgestellt, weitere 19% der Fahrzeuge sind Plug-In-Hybride. Nur noch 31% der PKWs laufen mit Verbrennungsmotoren. Auch bei den Kleintransportern fahren bereits 25% mit Elektroantrieb. Das spart nicht nur tonnenweise CO2. Neben leiser, sauberer Mobilität gibt es noch weitere Vorteile.

Weiterdenken: Vorteile von Elektrofahrzeugen

• Günstige Betriebskosten rechnen sich – Die meisten Elektroautos verbrauchen auf 100 Kilometer zwischen 10 und 20 Kilowattstunden, die Kosten dafür liegen bei etwa zwei bis vier Euro.
• Fossile Brennstoffe werden eher teurer als günstiger – durch den rechtzeitigen Umstieg lässt sich ein nachhaltigeres Geschäftsmodell aufbauen.
• Förderungen – Der Umstieg auf E-Mobilität bietet Steuervorteile und günstige Versicherungen.
• Effektive Nutzung eigener Energieproduktion – Unternehmen mit eigener Solaranlage oder Kraftwerk können Energieüberschüsse mit Elektrofahrzeugen direkt nutzen.
• Fahrende Energiespeicher – E-Autos können den gespeicherten Strom in einem intelligenten Energienetz bei Bedarf auch wieder ins Netz einspeisen.

E-Mobility – Teil der smarten Welt von morgen

Die Verkehrs- und Energiewende werden auch durch die Digitalisierung stark vorangetrieben. Durch die Automatisierung und Vernetzung von Daten können Prozesse intelligent gesteuert und optimiert werden: Einfacher, schneller, energiesparender, umweltschonender. E-Mobilität kann dabei prima mitspielen. Denn sie passt nicht nur prima in das neue Umweltbewusstsein, sondern auch in das intelligente Netz. Und hat damit den Verbrennungsmotor nicht nur klimatechnisch überholt.

Düren – auf dem Weg zur “Smart City”

E-Mobility ist auf der Überholspur. Gemeinsam mit dem Partnernetzwerk wollen die SWD den Wandel nutzen um Düren nach vorne zu bringen – in Sachen Luft- und Lebensqualität genau so wie wirtschaftlich. Deswegen nutzt das Unternehmen nicht nur selbst Elektrofahrzeuge, sondern betreibt mittlerweile 8 Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten an zentralen Standorten in der Dürener Innenstadt. Partner aus der Industrie unterstützen die SWD bei der Installation und Beschaffung von Ladeinfrastruktur. Auch bei energierechtlichen Themen rund um die Einbindung von E-Mobility stehen die SWD beratend zur Seite.

Erfahren Sie im nächsten Artikel unserer E-Mobility Reihe mehr über den Einsatz von Elektrofahrzeugen in Unternehmensflotten und das E-Flottenmanagement der SWD.
Sie wollen auf E-Mobility umsteigen und suchen Beratung? Die Stadtwerke Düren unterstützen gerne.

Ihre Ansprechpartner

Janina Heinecke
Key Account Managerin
Tel: 02421 126 – 205
E-Mail: janina.heinecke@stadtwerke-dueren.de

Sascha Ternes
Key Account Manager
Tel: 02421 126 – 396
E-Mail: sascha.ternes@stadtwerke-dueren.de

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