E-Bikes – für hippe Pendler statt Rentner

E-Bikes – für hippe Pendler statt Rentner

by Annika Bremen-Chaitas

Denkst du bei “E-Bike” noch an die wuchtigen Ausflugsgeräte für Senioren? Dann hast du wohl eine kleine Verkehrsrevolution verpasst. Das E-Bike – oder besser sein kleiner Bruder, das sportliche Pedelec – ist im Kommen. Mit über 1 Mio verkauften Elektrofahrrädern ist Deutschland die Nummer Eins, nur in Holland gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr davon. Hier erfährst du, was es mit dem E-Bike Trend auf sich hat, ob sich ein E-Bike oder Pedelec für dich lohnen würde und was es beim Kauf zu beachten gibt.

E-Bike oder Pedelec – was ist der Unterschied?

Wenn von einem E-Bike die Rede ist, ist mittlerweile meistens ein Pedelec gemeint. Beim Pedelec – von pedes, lateinisch für “Fuß” – muss man selbst treten um Pedalunterstützung bis 25 km/h zu bekommen. Deswegen zählt das Pedelec als ganz normales Fahrrad. Es ist zulassungsfrei und darf auch auf dem Radweg fahren.

E-Bikes, die auch rein elektrisch angetrieben werden kann, gelten als Elektrofahrzeuge. Und die sind ab 6 km/h zulassungspflichtig. Auch auf Radwegen ist diese Art von Elektrofahrrädern nicht erlaubt, weil sie bis zu 45 km/h schnell sein können.
Das Pedelec ist deswegen die alltagstauglichere Variante.

E-Bikes als praktische, umweltbewusste Alternative zum Auto

E-Bikes bzw. Pedelecs werden immer wichtiger, weil sie eine umweltbewusste und sportliche Alternative zum Auto bieten. Gerade in Düren ist die Belastung durch Feinstaub und Verkehrslärm an vielen Stellen groß. Für alle, denen der Umstieg aufs Fahrrad bisher schwergefallen ist bietet ein E-Bike viele Vorteile:

  • Für Pendler: Man kann auch weitere Strecken zur Arbeit damit fahren ohne verschwitzt anzukommen
  • Für hügelige Gegenden: Mal eben zum Bäcker mit dem Rad – man kommt leicht über den Berg und braucht nicht für jede kleine Strecke das Auto.
  • Kundenbesuche, Lieferservices, Kurierfahrten – auch für Unternehmen lohnt sich das E-Bike, weil die Fahrer nicht so schnell schlapp machen.
  • Die Kinder mit dem Rad in die Kita fahren? Kein Problem, auch mit Anhänger geht einem nicht die Puste aus.
  • Für Einkäufe und Transporte – selbst Familieneinkäufe lassen sich mit einem Fahrradanhänger oder einem Lastenkorb mühelos erledigen.

E-Bike – Stylish und sportlich statt faul

Auch wenn E-Bikes sehr praktisch sind – Angst, durch dadurch faul zu werden, musst du nicht haben. Im Gegenteil: Dadurch dass der Elektroantrieb vieles einfacher macht, fährt man eher mal mit dem Rad und verzichtet dafür öfter auf das Auto.

Auch optisch sind die modernen E-Bikes ganz schön sportlich. Die Akkus werden immer kleiner und sind mittlerweile fast unsichtbar im Rahmen integriert. Dadurch sind E-Bikes nur wenig schwerer als normale Räder, und genau so wendig. E-Bikes gibt es in den verschiedensten Varianten, vom Stadtrad über Trekking- und Mountainbikes bis hin zu Lastenrädern.

Das muss man beim E-Bike Kauf beachten

Wenn du dir ein E-Bike anschaffen willst, solltest du einen geschützten Stellplatz mit Steckdose haben. Eine gute Beratung ist das A und O, um das richtige Modell zu finden, denn die Auswahl bei E-Bikes und Pedelecs ist riesig. Hier ein paar Hinweise zur Orientierung:

Akku & Reichweite

Die gängigen Reichweiten von 60 – 100 km sind leider nur Durchschnittsangaben. Denn kalte Temperaturen, steile Berge und Lasten brauchen mehr Leistung. Deswegen gilt: Je mehr Akku und Drehmoment, desto besser.

Motor

Hier gibt es zwei Varianten: Den Nabenmotor und den Mittelmotor. Der Nabenmotor wird vorne oder hinten in die Radnabe eingebaut. Er ist wartungsarm und man kann viele Gänge damit fahren. Der beliebtere Mittelmotor ist in das Tretlager eingebaut und macht das Rad wendiger und besser steuerbar. Auch der Ausbau der Räder ist damit einfacher.

Reparierbarkeit

Generell ist es besser auf Qualität und große Markenhersteller zu setzen. Auch bei einem E-Bike kann man was kaputtgehen und dann ist es leichter Service und Ersatzteile zu bekommen.

Finanzierung

“Billige” E-Bikes gibt es schon um die 1.500 €. Normal sind 2.500 – 5.000 €. Nicht ganz günstig, aber eine gute Investition in Gesundheit, die Umwelt und für weniger Spritverbrauch. Viele Arbeitgeber – wie auch die Stadtwerke Düren – helfen ihren Angestellten mit dem “Jobradmodell” bei der Finanzierung eines E-Bikes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.