Gut fürs Klima: Einheizen statt aufheizen!

Gut fürs Klima: Einheizen statt aufheizen!

by Annika Bremen-Chaitas

Unter dem Slogan “Gut fürs Klima: Einheizen statt aufheizen” engagieren sich die Stadtwerke Düren mit ihrer CO2-neutralen Erdgasversorgung für den Klimaschutz. Das ist aber längst noch nicht alles! In unserem Interview erklärt Alexander Zuza, Leiter Vertriebssteuerung und Beschaffung, die Hintergründe zur Erdgasumstellung, und wie sich die Stadtwerke Düren darüber hinaus für die Umwelt einsetzen.

Alexander Zuza

Alexander Zuza setzt sich nicht nur bei den Stadtwerken für Umwelt- und Klimaschutz ein.

Warum haben sich die Stadtwerke Düren dazu entschlossen die Erdgasversorgung klimaneutral zu stellen?

Zuza: Die Stadtwerke Düren haben sich den Markenwert „Umweltbewusstsein“ seit Jahren auf die Fahne geschrieben. Daher suchen wir ständig nach Möglichkeiten, unsere Energieversorgung umweltgerechter auszurichten.

Im Gas war das immer eine Herausforderung, da die klassische Beschaffung von Biogas sehr kostenintensiv ist. Daher haben wir vor über einem Jahr begonnen, nach alternativen Möglichkeiten zu suchen, unsere Umweltbilanz auch im Bereich der Erdgas- und der Wärmeversorgung zu verbessern.

Mit dem gefundenen Partner First Climate haben wir dann ein Paket geschnürt, welches sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich optimal zu uns und unseren Markenwerten passt.

Wie wird das Erdgas klimaneutral?

Zuza: CO2 ist weltweit der Klimakiller Nummer eins. Es entsteht bei der Verbrennung von Erdgas, wenn auch in deutlich geringerem Maße als bei Öl oder Kohle. Da wir das CO2 im eigentlichen Verbrennungsprozess nicht verhindern können, haben wir uns für die Kompensation des entstehenden CO2 entschieden. Das Erdgas wird also “klimaneutral”, weil wir die produzierten schädlichen Gase an einer anderen Stelle, durch die Investition in gezielte Umweltprojekte, einsparen.

CO2-Vermeidung ist ein weltweites Thema, denn es geht hier schließlich um die globale Erderwärmung. Daher investieren wir nicht nur in Klimaprojekte vor Ort, sondern insbesondere auch in Entwicklungsländern. Umgerechnet vermeiden wir so genau die Menge CO2, die unsere Dürener Haushaltskunden bei der Erdgasverbrennung produzieren.

Wie wurden die Klimaprojekte ausgewählt?

Zuza: Es gibt ein sehr breites Spektrum an Projekten, die man im Bereich Klimaschutz unterstützen kann. Wir haben uns daher viele Projekte angeschaut und letztlich die ausgewählt, die am besten zu uns passen. Insbesondere die Themen „nachhaltige Energieerzeugung“, „sauberes Trinkwasser“ und „Kochen“ standen in einem direkten Bezug zu unseren eigenen Themen. Aber auch das Thema „Aufforstung“ lag uns sehr am Herzen.

Warum werden auch Projekte im Ausland gefördert?

Zuza: Deutschland ist in Sachen Umweltschutz bereits auf einem sehr hohen Niveau. Es ist daher sehr aufwändig hier vor Ort Möglichkeiten zur CO2-Einsparung zu finden und finanzieren.

In Ländern, in denen viele Regionen technisch noch nicht so weit entwickelt sind, kann man mit viel simpleren Mitteln viel mehr CO2 einsparen, und damit gleichzeitig sogar noch weitere positive Effekte erzielen.

Wir wollten mit jedem investierten Euro ein Optimum an CO2-Vermeidung erzielen. Letztlich kommt es auf die Reduzierung der Erderwärmung an, und die kann und sollte man an jedem Ort der Welt bekämpfen.

Was planen die Stadtwerke in Zukunft für eine umweltfreundlichere Energieversorgung zu tun?

Zuza: Wir arbeiten auf den unterschiedlichsten Gebieten an der Realisierung unserer Vision „Gemeinsam gestalten wir die Energiewende für die Menschen vor Ort“.

So haben wir beispielsweise in diesem Jahr mit der Vermarktung von PV-Anlagen für Dürener Bürger begonnen. Ab dem kommenden Jahr werden wir lokal erzeugte erneuerbare Energie in Düren vermarkten, um die Energiewende vor Ort weiter zu unterstützen. Außerdem planen wir eine komplette Umstellung unserer Stromversorgung auf CO2-neutrale Energie.

Darüber hinaus werden wir weiter in neue Verbrennungstechniken bei unserer Wärmeversorgung investieren und über Mieterstromprojekte auch die Mieter in Düren an der Energiewende partizipieren lassen. Wir investieren regelmäßig in den Ausbau der lokalen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Fahrräder und mit unserem Tochterunternehmen RURENERGIE in den Ausbau erneuerbarer Energien. Mit unterschiedlichen Förderprogrammen unterstützen wir die Dürener Bürger beim Umstieg auf nachhaltigere Heiztechnik.

Aber auch diese umfangreiche Auflistung ist nur ein Teil unserer aktuellen und geplanten Aktivitäten beim Thema „Umweltschutz“.

Welche Dinge kann man selbst tun um das Klima zu schonen?

Zuza: Das muss letztlich jeder für sich selber entscheiden. Ohne Anstrengung geht es aber nicht. Bei mir und meiner Familie ist es im Wesentlichen der bewusstere Umgang mit verschiedenen Dingen.

So konnten wir über den Einbau eines intelligenten Zählers und der damit verbundenen Visualisierung unserer Energieverbräuche deutlich Energie einsparen, und insbesondere unnötigen Stromverbrauch vermeiden. Das Anbringen einer Zeitschaltuhr am Warmwassergerät in der Küche, bringt zum Beispiel schon einige kWh pro Jahr. Und wer braucht schon mitten in der Nacht heißes Wasser?

In Ernährung und dem Konsum halten wir es möglichst regional. Kein Fleisch aus dem Supermarkt, Obst und Gemüse direkt vom Bauernhof und Kleidung, wenn möglich, aus nachhaltiger Produktion. Natürlich beziehe ich auch selbst Ökostrom von den Stadtwerken Düren.

Auch mein Auto hilft mir dabei mich umweltfreundlicher zu verhalten, da es mir meine Umweltbilanz direkt im Display anzeigt. Für mich ist das mittlerweile ein Ansporn „so umweltschonend wie es geht“ ans Ziel zu kommen statt „so schnell es geht“.

Annika Bremen-Chaitas

Online Marketing Managerin

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