Digitale Welt

Digitale Welt

by Magdalena Bilzer

Alle Welt spricht von Digitalisierung. Doch was verbirgt sich dahinter und welche Chancen ergeben sich speziell für Unternehmen? Wir geben einen Überblick.

Weniger denn je scheint es, lässt sich die Zukunft vorhersagen. Was wird in zehn Jahren sein? Erst im Rückblick zeigt sich manchmal, welche Dynamik in Neuerungen steckt. Als Apple 2007 das iPhone vorstellte, kündigte Steve Jobs an, er wolle das Telefonieren neu erfinden. Was daraus geworden ist: Mobile, smarte Computer bestimmen heute unseren Alltag und das Arbeitsleben. In Zukunft zieht mehr und mehr digitale Intelligenz in die Geräte ein. Sie kommunizieren untereinander, ohne menschlichen Eingriff. Das revolutioniert die Arbeitswelt.

Unaufhaltsamer Fortschritt

Alles was digital verfügbar ist, ist heute auch weltweit verfügbar. Alles ist vernetzt. Deshalb sind nicht nur Märkte heute global, auch die Produktion ist es. In der Energiewelt zum Beispiel längst Realität: Netze und Erzeuger arbeiten vernetzt, auch Verbraucher und Erzeuger kommunizieren miteinander. In einem virtuellen Kraftwerk treffen sich Angebot und Nachfrage, die physischen Kapazitäten sind entkoppelt von den realen Austauschprozessen. In Zukunft können Computer solche Prozesse selbstlernend, vollständig automatisiert und anonymisiert abwickeln. Die Väter der „Industrie 4.0“ träumen von einer vollständig digitalisierten Produktion, in der Menschen und Maschinen, Anlagen und Logistik autonom kommunizieren und kooperieren.

Vernetzt leben

Mehrere Megatrends werden – voraussichtlich – die nähere Zukunft bestimmen: Menschen, die zusammenarbeiten, müssen sich nicht am gleichen Ort befinden und auch nicht dort, wo Arbeitsgeräte und Maschinen stehen. Sie müssen sich nicht einmal in der gleichen Zeitzone aufhalten. Ihr Arbeitsprozess und ihre Kommunikation sind unabhängig von Raum und Zeit.

Aber es muss trotzdem Stahl physisch und real produziert werden, Konsumgüter müssen den Handel erreichen, Verbraucher fragen Lebensmittel, Kleidung und vieles andere nach. Je stärker aber die Vernetzung und die Automatisierung der Produktion, umso leichter Transport und Logistik: Rohmaterial wird „just in time“ rein maschinell bestellt und geliefert, Containerladungen reisen ohne Zutun eines Menschen von China an den Rhein.

Technokratie vermeiden

Roboter bauen Roboter, sie werden nicht krank, müssen nicht wohnen, kaufen nichts und nehmen keinen Urlaub. Doch wo bleiben die Menschen, die auf saubere Luft angewiesen sind, ihren kulturellen Bedürfnissen nachgehen und ein angenehmes Leben wünschen?

Eine rein technokratische Sicht der Dinge verengt den Horizont. Es wird darauf ankommen, sich den Chancen der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft zu öffnen, gleichzeitig aber die damit verbundenen Risiken zu meiden. Es ist kein Glück, ein „gläserner Mensch“ zu sein. Die Gesellschaft muss sich der Gefahren bewusst werden. Eine humane Zukunft muss zugleich nachhaltig sein und ihre Schranken erkennen.

Buchtipp zum Weiterdenken

Bettina Volkens/Kai Anderson, Digital human

Ist Digitalisierung ein großes Versprechen oder wird Technologie zum Schreckgespenst? Die Autoren plädieren für einen humanen Wandel, der dem Menschen dient und die Lebensqualität steigert.

248 Seiten, gebunden, 39,95 Euro, Campus Verlag, November 2017, ISBN 978-3-593-50835-1.

Ihr Ansprechpartner

Oliver Domes
Kundenmanager Wohnungswirtschaft
Tel: 02421 126 – 491
E-Mail: oliver.domes@stadtwerke-dueren.de

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