Das Klimapaket der Bundesregierung – Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sanierer

Das Klimapaket der Bundesregierung – Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sanierer

by Grit Piepers

Das Klimapaket der Bundesregierung ist recht komplex. Wir beantworten die wichtigsten Fragen für Sanierer! 

Kann man beim energetischen Sanieren eines Wohnhauses auch vom Klimapaket profitieren?

Eindeutig, ja! Vorweg: Es war noch nie so attraktiv wie jetzt, das eigene Wohngebäude energetisch auf Vordermann zu bringen. Denn ein zweiter Schwerpunkt des Klimapakets ist die noch einmal verbesserte Förderung der energetischen Sanierung von Wohnhäusern. Zum Hintergrund: Der Anteil der Gebäude am Gesamt-CO2-Ausstoß in Deutschland liegt laut Umweltbundesamt bei 30 Prozent.

Ziel der Bundesregierung ist es, mit Fördermaßnahmen und verbesserter steuerlicher Abschreibung für energetische Sanierungen den CO2-Ausstoß von Wohngebäuden bis 2030 gegenüber 1990 um 66 Prozent zu senken, bis 2050 soll sogar Klimaneutralität erreicht werden.

Wie wirkt sich die verbesserte steuerliche Abschreibung aus? Was heißt das unterm Strich für Sanierer?

Wer sein selbst genutztes Wohneigentum energetisch saniert, kann seit dem 1.1.2020 seine Aufwendungen bis zu einer Höhe von 20 Prozent von bis zu 200.000 Euro Kosten, maximal 40.000 Euro steuermindernd geltend machen. Voraussetzung: Das Gebäude ist älter als zehn Jahre.

Das ganze staffelt sich über drei Jahre:

  • Im ersten Jahr können 7 Prozent der Kosten, maximal 14.000 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden, im zweiten Jahr der gleiche
  • Betrag und im dritten Jahr dann die restlichen 12.000 Euro.
  • Die steuerliche Absatzbarkeit gilt für die Kosten folgender Maßnahmen:
    • der Einbau oder auch die Optimierung einer klimafreundlichen Heizung
    • der Einbau moderner Fenster und Außentüren
    • Dämmung von Außenwänden, Dachflächen und Geschossdecken
    • Einbau einer Lüftungsanlage
    • Einbau digitaler Systeme zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung

Die Abschreibungsregeln gelten erstmals für das Steuerjahr 2020 und sind befristet bis zum Jahr 2029.

 

Ein Rechenbeispiel: Wenn ein Sanierer ein zu versteuerndes Einkommen – nach Abzug von Werbungskosten etc. – von 40.000 Euro hat, hätte er laut Einkommensteuer-Grundtabelle

von 2020 8.452 Euro Steuern zahlen müssen. Betragen seine Sanierungskosten z.B. 50.000 Euro, kann er davon über drei Jahre insgesamt 20 Prozent, also 10.000 Euro von seiner Steuerschud abziehen: im ersten und zweiten Jahr 7 Prozent, im dritten Jahr die restlichen 6 Prozent. Er spart also im ersten und zweiten Jahr jeweils rund 3500 Euro an Steuern, im dritten Jahr die restlichen 3.000 Euro.

Werden auch die Kosten für einen Energieberater steuerlich gefördert?

Auch die Kosten für einen hinzugezogenen Energieberater werden künftig wie die Aufwendungen für energetische Sanierungen behandelt und lassen sich sogar zu 50 Prozent steuerlich absetzen.

Aber Achtung: In den meisten Fällen wird die neue Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) günstiger sein. Seit dem 1. Februar 2020 hat das BAFA den Fördersatz von 60 auf 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars eines anerkannten Energieberaters erhöht – bei einem Höchstsatz von 1.300 Euro für Ein- bis Zweifamilienhäuser (bisher 800 Euro) und 1.700 Euro für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten (bisher 1.100 Euro).

Können bei der Gebäudesanierung zusätzlich Fördermittel der KfW-Förderbank in Anspruch genommen werden?

Nein, steuerliche Abschreibung und KfW-Förderung können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Gedacht sind die Regelungen aus dem Klimapaket als Alternative zu den Förderpaketen der KfW für den Einbau neuer Fenster und die Gebäudedämmung mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen.

Aber: Seit dem 24. Januar 2020 hat die KfW die Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren erheblich verbessert. Für Komplettsanierungen auf Effizienzhausniveau zahlt die Förderbank auf Antrag bis zu 40 Prozent Investitionszuschuss. Bei Einzelmaßnahme wie Wärmedämmung oder Fenstertausch hat sich der KfW-Fördersatz auf einen Zuschuss bis zu 20 Prozent der Aufwendungen verdoppelt.

Welche der Förderangebote der Hausbesitzer in Anspruch nehmen will, muss er im Vorfeld genau prüfen – am besten mit Unterstützung eines Energieberaters. Was günstiger ist, hängt auch von seinem individuellen Steuersatz ab.

Als Kunde der SWD von unseren zusätzlichen Förderprogrammen profitieren

Klima und Umwelt schützen und gleichzeitig kräftig Geld sparen – das ist kein Widerspruch. Mit unseren SWD Förderprogrammen unterstützen wir Euch beim Umstieg auf moderne, klimafreundliche Technologien.

Wärmepumpe

Den Einbau einer Wärmepumpe mit Warmwasserbereitung fördern wir mit 250 Euro! 

Die Wärmepumpe ist ein Heizsystem mit Zukunft. Denn mit ihr nutzt Ihr die Energie aus Erdwärme, Wasser, Luft und Abluft. Sie gewinnt aus einer Kilowattstunde Strom bis zu 4,5 Kilowattstunden Heizwärme bei geringen Verbrauchs- und Betriebskosten. Das schont Euren Geldbeutel! Gleichzeitig ist der CO2-Ausstoß deutlich geringer als bei vergleichbaren Heizsystemen. Und das ist gut für die Umwelt. Wärmepumpen kommen übrigens ohne Schornstein aus, damit entfällt der Besuch des Schornsteinfegers.

Bedingungen:

  • Die Förderungen können einmalig für das selbst genutzte Wohngebäude in Anspruch genommen.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 550,00 Euro.
  • Die Förderung wird nur in Verbindung mit dem Abschluss und dem Bestand eines 5-jährigen Wärmepumpen-Stromlieferungsvertrages mit den SWD geleistet.
  • Bei vorzeitiger Kündigung ist der Zuschuss zeitanteilig zurückzuzahlen.
  • Einreichung einer schriftlichen Bestätigung des Installationsbetriebes, auf der bescheinigt wird, um welchen
    Anlagentype (mit Leistungsangabe des Gerätes) es sich handelt, sowie den Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme.

Hier geht es zum Antrag

Öltankentsorgung

Wir fördern die fachgerechte Entsorgung von Öltanks mit 300 Euro! 

Ihr habt bisher mit Öl geheizt und möchtet nun auf umweltfreundlicheres Erdgas umstellen? Dann ist neben der Neuanschaffung sowie der Installation des neuen Heizsystems auch eine fachgerechte Öltankentsorgung notwendig. Wir unterstützen dabei!

Bedingungen:

  • Die Förderungen können einmalig für das selbst genutzte Wohngebäude in Anspruch genommen werden.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 550,00 Euro.
  • Die Förderung wird nur in Verbindung mit dem Abschluss und dem Bestand eines 5-jährigen Wärmepumpen-Stromlieferungsvertrages mit den SWD geleistet.
  • Bei vorzeitiger Kündigung ist der Zuschuss zeitanteilig zurückzuzahlen.
  • Einreichung einer schriftliche Bestätigung des Installationsbetriebes, auf der bescheinigt wird, um welchen
    Anlagentype (mit Leistungsangabe des Gerätes) es sich handelt, sowie den Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme.

Hier geht es zum Antrag

Erdgas-Brennwerttechnik

Wir fördern den Einbau von Erdgas-Brennwerttechnik mit 200 Euro!

Ein moderner Erdgas-Brennwertkessel macht die im Abgas enthaltene Wärme nutzbar und erreicht somit Nutzungsgrade von bis zu 107 Prozent.

Bedingungen:

  • Die Förderungen können einmalig für das selbst genutzte Wohngebäude in Anspruch genommen werden.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 600,00 Euro.
  • Die Förderung wird nur in Verbindung mit dem Abschluss und dem Bestand eines 5-jährigen Erdgaslieferungsvertrages mit den SWD geleistet.
  • Bei vorzeitiger Kündigung ist der Zuschuss zeitanteilig zurückzuzahlen.
  • Einreichung einer schriftlichen Bestätigung des Installationsbetriebes einzureichen, auf der bescheinigt wird, um welchen Anlagentype (mit Leistungsangabe des Gerätes) es sich handelt, sowie den Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme. Bei der Öltankentsorgung benötigen wir die Bestätigung der Fachfirma wann die Entsorgung stattgefunden hat.

Hier geht es zum Antrag

Solarthermie

Wir fördern den Einbau von Erdgas-Brennwerttechnik und Solarthermie mit 300 Euro!

Mit der kostenlosen Energie der Sonne könnt Ihr bis zu 60 Prozent der Warmwassererzeugung abdecken und Eure Heizungsanlage unterstützen. So spart Ihr noch mehr Energie, reduzieren Kosten und leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Bedingungen:

  • Die Förderungen können einmalig für das selbst genutzte Wohngebäude in Anspruch genommen werden.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 600,00 Euro.
  • Die Förderung wird nur in Verbindung mit dem Abschluss und dem Bestand eines 5-jährigen Erdgaslieferungsvertrages mit den SWD geleistet.
  • Bei vorzeitiger Kündigung ist der Zuschuss zeitanteilig zurückzuzahlen.
  • Einreichung einer schriftlichen Bestätigung des Installationsbetriebes einzureichen, auf der bescheinigt wird, um welchen Anlagentype (mit Leistungsangabe des Gerätes) es sich handelt, sowie den Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme. Bei der Öltankentsorgung benötigen wir die Bestätigung der Fachfirma wann die Entsorgung stattgefunden hat.

Hier geht es zum Antrag

 

Wir konnten nicht alle Fragen beantworten? Weitere Informationen findet Ihr auf der BAFA Webseite.

 

 

 

 

 

 

Grit Piepers

Online Marketing Managerin

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