6 Punkte, die du beachten musst, wenn du eine Solaranlage kaufst

6 Punkte, die du beachten musst, wenn du eine Solaranlage kaufst

by Sevda Taskiran

Auch wenn wir in Deutschland nicht am Äquator liegen, lohnt sich die Anschaffung einer Solaranlage. Die Kraft der Sonne nutzen, um eigenen Strom zu produzieren – das kann mittlerweile jeder, der über ein geeignetes Dach verfügt. Auf unserer Checkliste findest du die wichtigsten Punkte, die du bei der Planung oder dem Kauf einer Solaranlage beachten solltest.

Übrigens: Wenn wir im Artikel von Solaranlagen sprechen, sind Photovoltaikanlagen gemeint. Solarenergie gliedert sich in Photovoltaik (PV), bei der die Sonne zur Stromerzeugung genutzt wird, und Solarthermie, die Sonnenlicht in Wärme umwandelt.

1. Der optimale Platz: Ist mein Dach für eine Solaranlage geeignet?

Solaranlagen sind sehr langlebig. Einmal installiert, kannst du Sie 20, 30 Jahre oder sogar noch länger nutzen. Daher solltest du zunächst prüfen, ob dein Hausdach grundsätzlich geeignet ist. Natürlich darf das Dach keine reparaturbedürftigen Mängel aufweisen und muss über eine stabile Eindeckung verfügen. Ob nun Pfanne, Ziegel oder Schiefer spielt dabei keine Rolle. Eine Statikprüfung gibt Aufschluss darüber, ob dein Dach die Lasten der Anlage sowie Schnee- und Windlasten tragen kann.

Ausschlaggebend für den Energieertrag ist die Ausrichtung der Solarfläche. Hier gilt: Immer Richtung sonniger Süden! Und zwar am besten in einem Aufstellwinkel von 30°. Das ist in Deutschland der optimale Winkel, bei dem der Einstrahlungs- und Reflektionsverlust am geringsten ist. Aufstellwinkel zwischen 10 und 50° bieten immer noch sehr hohe Erträge. Wichtig ist auch, dass die Solarfläche möglichst wenig Schatten abbekommt. Verschattungen durch Bäume, Schornsteine oder andere Gebäude können zu deutlichen Einbußen führen.

2. Die richtige Qualität deiner Anlage: Was ist beim Kauf zu beachten? ?

Eine individuelle Solaranlage besteht aus einzelnen Solarmodulen, von denen derzeit verschiedene Arten auf dem Markt sind. Alle haben ihre Vor- und Nachteile; die Aufgabe eines Solarberaters ist unter anderem, dich darüber aufzuklären.

Derzeit werden kristalline 260-280 Watt-Module am meisten für Wohnhäuser genutzt. Diese Wattangabe sagt aber zunächst einmal nichts über den tatsächlichen Energieertrag aus, wichtig ist der sogenannte „Wirkungsgrad“, der aus dem Verhältnis von Leistung pro Modul und der Zellfläche ermittelt wird. Beim Kauf einer Solaranlage solltest du deshalb besonders auf die Qualität der Module achten. Deutsche Markenhersteller sind auf den ersten Blick vielleicht teurer, doch qualitativ und servicetechnisch bist du damit auf der sicheren Seite. Bei eventuellen Schäden oder Reklamationen hast du zudem einen Ansprechpartner, der deine Sprache spricht. Achte beim Kauf auch auf die Garantiezeiten sowie Zertifizierungen; eine Solaranlage ist eine Investition fürs Leben!

3.Ich erzeuge Strom: Einspeisung oder Eigenverbrauch?

Bislang speisten Besitzer von Solaranlagen ihren eigens erzeugten Strom überwiegend in das öffentliche Netz ein und erhielten dafür eine Vergütung vom Netzbetreiber. Die Einspeisevergütung ist in den letzten Jahren allerdings stark gesunken. Daher macht es Sinn, einen möglichst hohen Prozentsatz des Stroms aus der Anlage für den eigenen Haushalt zu verwenden. Das Problem dabei: in der Zeit mit dem meisten Sonnenschein – also dann, wenn am meisten Strom produziert wird – sind die meisten von uns nicht zuhause, um den Strom auch zu verbrauchen. Man müsste ihn also speichern können, um ihn dann abends zu nutzen. Dafür benötigst du, zusätzlich zur Solaranlage, einen Batteriespeicher. Deine Investitionskosten sind dann zwar höher, ein solcher Speicher erhöht den Eigenverbrauch dafür aber enorm. Bespreche mit deinem Solarberater, ob sich ein Batteriespeicher für dich lohnt und lasse dir ein geeignetes Modell empfehlen.

4.Finanzierung: Solaranlage mieten statt kaufen?

Wenn du eine Solaranlage kaufen möchtest, kommen teilweise hohe Kosten auf dich zu. Alternativen zum Kauf sind Miet- oder Pachtmodelle, bei denen du die Anlage durch monatliche Ratenzahlungen finanzierst. Die Höhe der Raten schwankt meist zwischen 50 und 100 Euro pro Monat. Ob sich ein Mietkauf im Endeffekt für dich lohnt, kann dein Anbieter durch eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung ermitteln. Ein großer Vorteil ist natürlich, dass die Investitionskosten entfallen – Du kannst direkt loslegen, ohne lange sparen zu müssen.

Auch bei den Stadtwerken gibt es ein solches Pachtmodell mit einer Laufzeit von 18 Jahren. Beim direkten Kauf bist du hingegen unabhängig von deinem Anbieter und hast keine laufenden Kosten. Überlege und berechne im Vorhinein, was für dich rentabler ist, der Solarberater kann dich dabei unterstützen!

5. Förderprogramme: Wer unterstützt mich?

Neben der Einspeisevergütung, die im Jahr 2000 durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) gesetzlich festgelegt wurde, gibt es weitere Fördermaßnahmen vom Staat. Verschiedene Programme unterstützen dich bei der Anschaffung einer Solaranlage und/oder eines Batteriespeichers. Es handelt sich um zinsgünstige Kredite und Darlehen, teilweise mit Tilgungs- oder Investitionszuschuss. Die staatliche KfW-Bank fördert zum Beispiel bundesweit neben den reinen Anschaffungskosten auch die Kosten für Planung und Installation deiner Solaranlage. Welche Förderungen für dich in Frage kommen, erfährst du zum Beispiel auf diesen Portalen:
https://www.co2online.de/foerdermittel/ (bundesweit)
https://foerdernavi.energieagentur.nrw/ (für NRW)

In einem Beratungsgespräch bei den Stadtwerken informieren wir dich natürlich auch gerne – sprich uns einfach an!

6. Ratlos? – Wer ist mein Ansprechpartner rund ums Thema Solar?

Bei all den Fragen, die man sich vor dem Kauf einer Solaranlage stellen muss, verliert man schnell den Überblick. Gut, dass man in der Regel einen Fachmann an der Seite hat, der Licht ins Dunkel bringt. Gemeint ist dein Solarberater. Dieser sollte sich im Rahmen einer Beratung Zeit für dich nehmen und auf jede Frage eingehen, die du auf dem Herzen hast. Denn eine Solaranlage ist eine Investition von mehreren Tausend Euro und will gut durchdacht sein. Wenn du auf eine professionelle und persönliche Solarberatung setzt, bist du bei den Stadtwerken mit unserem Kundenberater Andre Buchenau gut bedient. Er berät dich individuell zu allen relevanten Themen – von der Planung über die Installation bis hin zur Finanzierung und Förderung – sämtliche Belange können in persönlichen Gesprächen geklärt werden. Zahlreiche Kunden profitieren bereits von einer maßgeschneiderten Anlage und dem Rundum-Sorglos-Service der Stadtwerke.

Habt ihr noch Fragen? Dann macht doch gleich einen Termin aus!

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